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Was ist Caching? | WordPress Ladezeit Optimierung

Von Dominik Liss am 8. Dezember 2019

Damit du das Caching auf deiner WordPress Seite richtig aufsetzen und effektiv nutzen kannst, wirst du als erstes Wissen müssen was Caching überhaupt ist.

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Was ist Caching? | WordPress Ladezeit Optimierung

In diesem Artikel erkläre ich dir, was du zum Thema Caching wissen solltest. Es wird nur das notwendigste Wissen sein … es gibt natürlich noch mehr dazu zu erzählen, aber für eine einfache WordPress Optimierung reicht das vollkommen aus. Falls du die ganze Theorie schon kennst, dann kannst du gleich beim nächsten Artikel weitermachen. Dort erkläre ich dir, wie du ein Caching Plugin (WP-Rocket) richtig aufsetzen kannst.

Caching Plugin richtig aufsetzten | WordPress Ladezeit Optimierung

Was ist Caching?

Caching ist eine sehr effektive und einfache Optimierungsmethode. Wir werden jetzt nicht tief in die technischen Details eintauchen … aber du solltest Wissen, dass WordPress bei jedem Seitenaufruf, die Webseite neu zusammenbaut.

Dieser Prozess ist zwar sehr schnell (zumindest bei den meisten Seiten …), aber er ist nicht wirklich jedes Mal notwendig. Wir können den Seitenaufbau Prozess überspringen, indem wir die zusammengebaute Seite zwischenspeichern und für ein paar Stunden nur diese zusammengebaute Seite verwenden. Dieser Optimierungsmethode nennt sich Caching.

Wann ist Caching sinnvoll?

Du solltest Caching bei den meisten WordPress Seiten verwenden. Durch den Boost in der Ladezeit, verbesserst du nämlich nicht nur deinen PageSpeedWert bei Google, sondern auch die User Experience für deine Besucher.

Bei dynamischen Seiten ist das leider nicht der Fall. Mit “dynamisch” mein ich Seiten, bei denen sich der Content bei jedem Seitenaufruf ändert. Das passiert z.B. bei Seiten, welche anhand des Standorts des Besuchers, anderen Inhalt anzeigen sollen. Ob deine WordPress Seite eine dynamische Seite ist, musst du selbst entscheiden. Man kann aber für einzelne Contentseiten auch das Caching abdrehen.

Bei “statischen” Seiten kannst du das Caching problemlos verwenden. Du wirst zwar den Inhalt der Seite wahrscheinlich gelegentlich ändern, aber das stört das Caching nicht. Bei kleinen Änderungen kann es passieren, dass diese nicht gleich auf deiner WordPress Seite angezeigt werden, aber in dem Fall kannst du den Cache einfach leeren und beim nächsten Seitenaufruf wird die Seite neu zusammengebaut und im Cache zwischengespeichert.

Jetzt gibt’s neue ein paar Arten von Caching, die dir bekannt sein sollten, bevor du die ein Caching Plugin installierst und die Ladezeit deiner WordPress Seite verbesserst.

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Server Caching vs. Browser Caching

Beim Server Caching werden die fertig zusammengebauten Seiten in einem Caching Verzeichnis auf deinem Webspace oder Server abgelegt. Dieses Verzeichnis nennt man “Cache”. Falls du mal den Befehl “Cache leeren” siehst, dann wird dieses Verzeichnis einfach geleert. Dann gibt’s aber auch den Browser Cache …

Das Browser Caching speichert Dateien und Medien auf deinem Computer. Das gibt dir diesen Vorteil, dass z.B. die gleichen Bilder, Styles und Skripte nicht bei jedem Seitenaufruf neu vom Server geladen werden müssen. Der Browser auf deinem Computer hat diese Dateien einfach in seinem eigenen Cache zwischengespeichert und verwendet diese Dateien bei jedem weiteren Seitenaufruf. Somit muss z.B. das Logo im Headerbereich deiner Webseite nur beim ersten Seitenaufruf vom Server laden.

Bei Änderungen auf deiner WordPress Seite ist es dann daher auch wichtig, dass du sowohl den Server Cache leerst, als auch deinen lokalen Browser Cache. Sonst kann es evtl. passieren, dass du noch die alten Bilder oder Farben siehst (hängt natürlich davon ab, was du geändert hast …).

Hosting Caching vs. Plugin Caching

Beim Server Caching gibt es noch eine kleine Unterteilung, welche dir bekannt sein sollte. Dadurch, dass sich viele Hosting Anbieter mittlerweile auf WordPress spezialisiert haben, gibt’s noch einen wichtigen Punkt den du vor der Ladezeit Optimierung mittels Caching wissen solltest. Zu diesen Hosting Anbietern gehören  z.B. RAIDBOXES, SAVVIIKinsta oder WP-Projects.

Diese Hosting Anbieter sind schon einen Schritt vorausgegangen und haben das serverseitige Caching im Hosting Paket inkludiert. D.h. dass die gleiche WordPress Seite (ohne zusätzlichen Optimierungen) bei diesen Hostern schneller geladen wird, als bei normalen Hosting Anbietern, die dieses Feature nicht haben.

Ob das wirklich sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Weil bei einem normalen Hosting Anbieter (z.B. easyname oder hetzner) aktiviert man das serverseitige Caching mit Hilfe von Plugins. Das Problem entsteht dann, wenn das serverseitige Caching sowohl vom Hoster als auch vom Plugin aktiviert wurde … diese Situation solltest du auf jeden Fall vermeiden!

Ich verwende eigentlich immer das Plugin WP-Rocket und dort ist unter anderem auch die Caching Funktion von Haus aus dabei. In den meisten Fällen hab ich dann auch das Caching vom Hosting Anbieter deaktiviert und nur das von WP-Rocket verwendet. Ich finde, dass es einfach besser funktioniert und es ist auch bei jeder WordPress Seite universell einsetzbar. Aber da gibt’s sicher auch andere Meinungen dazu…

Fazit

Jetzt weißt du was Caching ist und wie das in WordPress funktioniert. Es gibt natürlich auch viele weitere Aspekte vom Caching, die ich jetzt nicht erwähnt habe, aber das würde einfach den Rahmen dieses Artikels sprengen. Mit diesen Basics solltest du auf jeden Fall das notwendigste Wissen haben, um die Ladezeit deiner WordPress Seite zu verbessern.

In nächsten Artikel verrate ich dir, wie du das oben genannte Plugin (WP-Rocket) korrekt aufsetzen kannst (ohne deine WordPress Seite zu zerschießen).

Caching Plugin richtig aufsetzten | WordPress Ladezeit Optimierung

Und für einen Überblick über alle WordPress Ladezeit Optimierungen kannst du diesen Artikel lesen:

WordPress Ladezeit Optimierung – Wie kannst du das selbst machen?