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Webseite aufräumen | WordPress Ladezeit Optimierung

Von Dominik Liss am 2. Januar 2020

Vor der technischen Ladezeit Optimierung solltest du den Inhalt deiner WordPress Seite optimieren.

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Webseite aufräumen | WordPress Ladezeit Optimierung

Bevor du überhaupt mit den technischen Ladezeit Optimierungen beginnst, brauchst du eine saubere WordPress Seite (oder zumindest eine halbwegs saubere …). Auf was du genau achten solltest, werde ich dir in diesem Artikel verraten.

Falls du wissen willst, welche Ladezeit Optimierung es noch gibt, dann kannst du das hier nachlesen:

WordPress Ladezeit Optimierung – Wie kannst du das selbst machen?

Ich hab das Aufräumen von WordPress in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Aufräumen vom Backend
  • Aufräumen vom Frontend

So wirst du glaub ich auch einen guten Überblick haben. Aber davor solltest du noch die Regel #1 kennenlernen:

Was keine Miete zahlt, muss raus!

Diese Regel ist extrem wichtig! Weil jede Kleinigkeit (Plugins, Slider, Bilder usw.) verlangsamen deine WordPress Seite. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist … in Summe kannst du dir manchmal sogar ganze Sekunden an Ladezeit ersparen.

Es ist daher wichtig, dass du dir immer die Frage stellst:

Ist es ein „must have“ oder ein „nice to have“? Alles, was in die zweite Kategorie fällt, wird gelöscht.

Das Backend aufräumen

Jetzt wirst du sehen, wie sauber du deine WordPress Seite wirklich gehalten hast. Beim Aufräumen vom Backend gehts hauptsächlich um Plugins. Wenn du deine WordPress Seite gut kennst, dann weißt du welche Plugins du wirklich brauchst. Meistens ist die Liste der aktiven Plugins über die Zeit leider sehr lang geworden und niemand weiß, welche Plugins wirklich noch gebraucht werden …

Was du auf jeden Fall deaktivieren kannst, sind Migrations und Import Plugins. Diese brauchst du in der Regel nur einmal und dann gammeln sie einfach herum.

Ein bisschen Tricky wird’s dann bei allen anderen Plugins … geh die Liste daher genau durch und deaktivier alle Plugins, die du nicht mehr brauchst. Du kannst die folgende Liste durchgehen und das mit deiner Pluginsliste abgleichen (Falls du dich bei manchen Punkten nicht auskennst, dann konsultiere bitte den WordPress Profi deines Vertrauens):

  • Verwende bitte nur ein Formularplugin! Wenn mehrere im Einsatz sind, dann entscheide dich bitte für eins und notfalls erstell die Formulare, die dadurch verloren gehen, neu.
  • WooCommerce löschen, wenn du nichts verkaufst. Dieses Plugin ist oft bei den Standard Plugins vom Theme dabei. Aber wenn du nichts verkaufst, dann brauchst du das Plugin auch nicht.
  • Große Plugins (wie z.B. Slider Revolution, nicht genutzte Page Builder usw.) wenn nicht im Einsatz, dann einfach löschen
  • Redirect Plugins löschen und Redirects in der .htaccess Datei einpflegen
  • Plugins wie simple SSL löschen und die SSL Umstellung sauber in der Datenbank implementieren

Ganz wichtig! Bitte leer nach jeder Plugin Deaktivierung den Cache und überprüf ob das Frontend noch funktioniert.

Das Ziel beim Aufräumen vom Backend, ist einfach so wenige Plugins zu verwenden, wie es nur geht. Weil die meisten Plugins haben auch eigenen CSS und JavaScript Code, welche das zusammengefasste CSS bzw. JS unnötigerweise vergrößern.

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Das Frontend aufräumen

Dieser Schritt wird sehr oft vernachlässigt … aber das ist ebenfalls eine sehr wichtige Ladezeit Optimierung, für die man sich Zeit nehmen sollte.

Was du hier beachten solltest, sind dynamische Elemente die auf deiner WordPress Seite geladen werden. In diese Gruppe fallen z.B. Slider, Galerien, Formulare, Videos, usw. Im Prinzip alles, was im Hintergrund JavaScript verwendet. Das ist dann auch meistens, das JavaScript, dass das Rendering blockiert …

Schau dir daher deine Seiten genau an und entscheide selbst, welche Elemente nicht zwingend notwenig sind.

Ein weiterer Punkt sind externe Tools, die bei jedem Seitenaufruf geladen werden. Das sind z.B. Google Analytics, Hotjar, Facebook Pixel, usw. … In den meisten Fällen reicht Google Analytics alleine komplett aus. Und wenn du komplett ehrlich zu dir bist … wann hast du das letzte Mal die Daten von all diesen Tools, die du eingebunden hast überprüft bzw. ausgewertet?

Das Problem bei den externen Tools ist, dass diese nicht zusammengefasst werden können. Jedes externes Skript und jede CSS Datei, wird separat geladen, was sich natürlich nicht sehr gut für die Ladezeit deiner WordPress Seite auswirkt.

Fazit

Du hast jetzt hoffentlich erkannt, wie wichtig eine saubere WordPress Installation ist und wie sehr das den Page Speed deiner Seite runterziehen kann. Falls ich irgendwas vergessen hab, dann kannst du mir gerne deine Tipps zukommen lassen.

Viel Erfolg!

Bonus Tipp

Wenn du noch ganz ins Detail gehen willst, dann kannst du noch die Datenbank deiner WordPress Installation bereinigen. Dafür gibt’s viele Plugins … eines davon ist z.B. WP Rocket. Mit dem Plugin kannst du z.B. alte Revisionen, Transients, gelöschte Beträge, … direkt aus der Datenbank löschen.

Und wenn du dich ein bisschen besser mit WordPress auskennst, dann würde ich auch alte Datenbank Tabellen über phpMyAdmin händisch löschen. Beim deaktivieren und löschen von Plugins, bleiben die vom Plugin erstellen Tabellen nämlich erhalten und können nur manuell gelöscht werden. Bitte mach aber ein Backup von der gesamten Datenbank, bevor du anfängst Tabellen in der WordPress Datenbank zu löschen.