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#021: Der Wert von Design beim Website Relaunch | m. Alexander Stern

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Überblick

Ein Website Relaunch kann oft eine größere Challenge fürs Unternehmen sein. Design spielt bei so einem Projekt eine sehr wichtige Rolle! 

Aus dem Grund unterhalten wir uns diese Woche mit Alexander Stern über den Wert von Design beim Website Relaunch und was alles hinter einem erfolgreichen Website Relaunch steckt.

Alex ist UI/UX Designer und Consultant (aka Digital Designer) und er hat ebenfalls die OFFF Konferenz nach Wien gebracht.

In dem Gespräch unterhalten wir uns über folgende Themen:

00:00 Intro
06:30 OFFF Vienna
12:49 Was ist für Dich ein Website Relaunch?
15:46 Was macht einen erfolgreichen Relaunch aus?
19:00 Bedeutung von Design beim Relaunch
22:58 Teilbereiche von Design
28:21 Bringt das "User-Befragen" was?
33:01 Stories & Use Cases
38:33 Praktische Tipps für Relaunch Projekte
44:17 Bullet Fragen

Alexander Stern
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Transkript

Herzlich willkommen bei der 21. Episode der Dominik Liss Show und wie du es vielleicht schon vom Titel heraus gelesen hast, geht es heute um Website Relaunch und konkret um einen wertvollen Website Relaunch von der Designperspektive.

Und da finde ich es ziemlich cool, dass wir heute mit Alexander Stern darüber reden können, weil Alex ist UX, UI Designer und Consultant und zusätzlich dazu, falls du die OFFF-Konferenz kennst aus Barcelona, die ist teilweise sogar schon in Wien und da ist Alex die Person, der du dir dafür danken kannst, dass die OFFF-Konferenz, die Designkonferenz in Wien stattfindet und da würde ich mich auch extrem gerne mit dir darüber unterhalten, wie das zustande gekommen ist und was da jetzt dahinter steckt.

Das Kernthema der heutigen Episode wird auf jeden Fall sein, wie du einen wertvollen Website Relaunch designen kannst und in dem Moment, Alex, bitte herzlich willkommen.

Könntest du dich wieder kurz vorstellen in deinen eigenen Worten und vielleicht auch kurz zusammenfassen, welches Problem du für deine Kunden löst.

Hallo, ich bin Alex, ich bin UX, UI Designer, ich nenne mich am liebsten aber Digital Designer, weil aus meiner Sicht die Definitionen, die so umkursieren im Netz, UX und UI nicht immer ganz klar sind, dass es auch eben gerade bei den Auftraggebern oft sehr unterschiedliche Verständnisse dazu gibt.

Können wir vielleicht auch nochmal ein bisschen dazu einsteigen, was das alles bedeutet? Welche Probleme löse ich für meine Kunden? Ja, ich, also neben Designproblemen, die natürlich auch sozusagen Teil der Lösung sind, versuche ich ihnen, glaube ich, aber initial vor allem darin zu helfen, herauszufinden, was ihr Problem ist, was die Ansprüche ihrer Kunden, ihrer Nutzer sind und was die denn genau brauchen.

Ganz oft ist es leider so, je größer die Organisation ist, die sozusagen der Auftraggeber ist, desto mehr tendieren die in diese Richtung, dass interne Strukturen, interne politische Bedürfnisse stark sozusagen auf die Struktur einer Seite abgebildet werden, die aber auch dann für den Kunden in Wahrheit gar keine Rolle spielen.

Und ich bezeichne mich manchmal als Anwalt des Nutzers, also ich versuche sozusagen für die Rechte und Bedürfnisse der Nutzer zu kämpfen und mich einzusetzen, weil eine Website ist nur dann erfolgreich, wenn sozusagen die Bedürfnisse, die Prozesse der Nutzer optimal abgebildet werden.

Und wenn der nicht das tun kann, sie nicht das tun kann, was sie möchten, dann kommen sie nicht wieder.

Und man hat nicht viele Chancen.

Und ich finde es deswegen auch mega cool, dass wir über ein bisschen so in diesem Aspekt dann auch von Website Relaunch heute reden werden, mit einem Fokus auf Design, weil wir haben ja schon gemeinsam an einem Projekt, also so haben wir uns kennengelernt über ein Projekt, wo es eben ein Website Relaunch Projekt war.

Und könntest du vielleicht mal kurz, weil du hast ja eine ziemlich große Erfahrung von Projekten, wo du mit Agenturen zusammengearbeitet hast, Projekte, wo du bei richtig großen Kunden mit an Bord warst oder mit an Bord bist, könntest du uns einen Überblick geben über deine Erfahrung, wie das bei dir verlaufen ist und welche Art von Zusammenarbeiten, Projekten und so weiter du schon alles gemacht hast.

Wird wahrscheinlich schwer sein, das jetzt kurz zusammenzufassen, aber ich werfe dich da einfach mal ins kalte Wasser und versuche mal alle Informationen aus dir rauszuholen.

Ja, es ist gar nicht so schwierig.

Also vielleicht quasi, man könnte es strukturell auseinanderhalten und inhaltlich.

Ich gehe mal erst auf die Struktur ein.

Ich habe lange Jahre ganz viel für Agenturen als Externer, auch ein bisschen als Angestellter, aber überwiegend als Externer gearbeitet.

Und in den letzten Jahren arbeite ich überwiegend für Corporate Clients, so nennen wir das, also große Unternehmen, die für Projekte in externe Consultants, da kommt dieser Begriff her, den ich gar nicht so sehr mag, mit ins Projekt rein.

Das sind zum Teil riesengroße Projektteams.

Genau, das ist die zweite Struktur, in der ich in den letzten Jahren sehr viel arbeite und sehr gerne arbeite ich natürlich auch für eigene Kunden.

Die sind dann meistens eher klein und Projekte sind auch so ein bisschen überschaubar.

Genau, das ist sozusagen auch die Überleitung zum Inhalt.

Also ich verstehe mich immer eigentlich so als klassischer Digitaldesigner, als Webdesigner, wenn man so möchte.

Ich habe ganz wenig Werbung gemacht in meiner Karriere.

Ich habe also immer von Anfang an in meinem ersten Job schon auf großen Portalen gearbeitet, die relativ komplexe oder eben irgendwann dann sehr komplexe Prozesse abbilden müssen.

Das fand ich einfach spannend und herausfordernd, mich einzudenken in das Business, das da abgewickelt werden soll auf der einen Seite.

Und es ist auf der anderen Seite natürlich ein bisschen weniger frei in der Gestaltung.

Große Unternehmen haben alle dicke Brandbooks, also man kann sich nicht ganz so austoben.

Aber auch das ist herausfordernd, das macht es aber auch wieder in gewisser Weise spannend.

Die kleineren Kunden, die man dann so ein bisschen freier und in eigener Regie betreuen kann, sind natürlich sozusagen auch ein Gegengewicht.

Und bei dieser Gruppe versuche ich, wenn es geht, so richtig mit Digital Branding zu gehen.

Also nicht nur einfach irgendwas abzubilden, sondern eben auch ihre digitale Präsenz zu entwickeln, aus Markensicht, wie man so möchte, was bei den großen eher nicht passiert.

Also du hast so eine ziemlich breite Palette an Erfahrung schon, wo du an verschiedensten Projekten gearbeitet hast, wo du auch bestimmte Muster, Schemen und alles, was damit verbunden ist, einfach entdeckt hast oder für dich gefunden hast.

Also im Laufe des Gesprächs würde ich extrem gerne auf diese Sachen eingehen, damit die Leute oder diese Gold Nuggets aus dir ein bisschen herausziehen und aus dem, was du auch schon gemacht hast.

Deswegen finde ich, dass es auch eine sehr interessante Episode werden kann für die Zuschauer.

Bevor wir jetzt mit dem Thema starten, würde ich gerne noch in das Thema eintauchen auf, also die Design-Konferenz aus Basel.

Wie viel Zeit hast du? Könntest du das bitte kurz.

.

.

Wir haben noch ein bisschen Zeit, das geht sich aus.

Könntest du das bitte kurz beschreiben und ein bisschen so, weil das würde mich persönlich auch ein bisschen so interessieren, die Background -Story, wie du das in Wien angefangen hast zu organisieren? Ja, es sind quasi zwei Geschichten, mindestens in einer.

Also vielleicht für die, die die Op nicht kennen, die Op ist ein Design-Festival.

Es geht um Visual Design im weitesten Sinne.

Also da ist von Illustrationen über Motion Design, digital natürlich, Generative Graphics spielt eine Rolle.

Also alles, was Visual Design so inkludiert ist, ist vertreten und kommt aus Barcelona, ist eine der, es gibt inzwischen sehr viele Konferenzen, ist eine von den am längsten bestehenden, die gibt es seit 2001. Genau, und meine erste Op in Barcelona war 2005. Ich war noch relativ frisch in meiner Karriere und ein bisschen orientierungslos.

Ich habe vorher eine Zeit lang in einer Werbeagentur gearbeitet und war kein guter Fit.

Ich kann mit Werbung nicht, kann ich nicht.

Und ich war so ein bisschen, ja, wohin soll denn die Reise gehen? Damals gab es den Begriff UX UI Design noch nicht, aber ich habe im Grunde auch schon angefangen, genau das zu tun und war aber noch so ein bisschen unsicher, ob das der richtige Weg ist.

Und genau, sozusagen mit der Op, das ist das, worüber ganz viele Speaker eigentlich im Kern reden, dass man halt seinen eigenen, seinen Weg finden muss mit dem Ding, das einem interessiert und Spaß macht.

Dann kann man vorankommen.

Also ich habe die Op immer für mich, und das ist etwas, was die Op auch viel tut, eben spricht junge Leute an, die noch im Studium sind oder im Berufseingang und eben diesen Weg noch suchen.

Und das fand ich ein ganz starkes Asset von der Konferenz, sage ich mal.

Es ging nicht nur um ein Show of von Agenturen, es sind selten Agenturen präsent, sondern es sind eher Artists, die eben Speaker sind.

Genau, das fand ich immer so ein starkes Motiv, eben Antrieb.

Und genau, und nachdem ich dort viele Jahre hingefahren bin, also auch schon einige Jahre, hat die Op angefangen, eben mit lokalen Veranstaltern Schwesterkonferenzen zu organisieren.

Und ich bin 2017 nach Tel Aviv zu einer geflogen, weil ich noch nie in Tel Aviv war.

Das war sozusagen das Anlass, die erste Op Tel Aviv genommen habe, mir das anzuschauen.

Und dann hatte ich, die Konferenz hat in einem sehr coolen Gebäude, dem Designmuseum Tel Aviv, stattgefunden.

Das hat so ein Atrium mit Bäumen, und dort war sozusagen die Panzone, wo man sich was zu essen, was zu trinken holen konnte, wo man in den Pausen halt auch so rumgestanden ist.

Und ich war mit einem Freund da, und ich hatte buchstäblich mit einem Bier in der Hand unter einer Palme den Gedanken, das kann ich auch machen.

Was eine sehr naive Fehleinschätzung war.

Aber ja, das war sozusagen der Triggerpoint.

Und ich habe dann eben ein paar Tage später dem Eigentümer da auf ein E-Mail geschrieben.

Und genau, das war sozusagen der Startpunkt.

Und ein Jahr später haben wir die erste OFFF, also im Herbst 2018, in Wien gemacht.

Da sind sicher viele Leute, oder einige Leute, die zuhören, werden die Konferenz wahrscheinlich kennen, weil ich bin mehr aus der Developer-Schiene.

Da war ich mit der OFFF noch nicht so konfrontiert.

Aber ich glaube, in der Designwelt ist die schon sehr bekannt, die Konferenz, oder? Ja, ich hoffe.

Nein, ich glaube schon.

Die kennen viele.

Sie gibt es halt auch schon sehr lang.

Wie gesagt, es gibt auch einige andere auf der ganzen Welt.

Es sind auch inzwischen, auch durch Corona wieder, aber auch schon davor sind immer wieder welche verschwunden, weil es letztlich an einzelnen Personen hängt, die das machen.

Und es ist ein sehr kräftezehrendes Ding, so etwas zu machen.

Und speziell, wenn man das so wie ich eher als Passion Project macht, um meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen, kostet es sehr viel Energie.

Es gibt sehr viel Energie zurück.

Und mehr als es kostet, sonst würde ich es ja nicht weitermachen.

Aber es ist schon sehr anstrengend.

Und wenn man gleichzeitig intensive Projektphasen im richtigen Leben hat, kann es ganz schön heiß werden.

Aber das Wichtige ist, dass man das nicht alleine macht, sondern mit Leuten zusammen.

Und alleine kann man so etwas nicht stemmen.

Ja, das kenne ich ein bisschen vom WordCamp, weil wir organisieren in Wien dann jährlich so eine WordPress-Konferenz.

Und die heißt WordCamp.

Also, es ist ein offizielles Event von WordPress, was auf der ganzen Welt stattfindet.

Und das kannst du auch selbst in einer größeren Stadt, gibt es wahrscheinlich auch ein WordCamp, welches organisiert wird, weil es schon sehr verbreitet ist.

Und deswegen ist mir das ein bisschen bewusst, wie viel Aufwand dahintersteckt, weil wir sind dann auch ein Team von sieben bis neun Leuten, glaube ich.

Und das machen wir dann auch nebenbei.

Also jetzt nicht, damit wir Geld damit verdienen können, dafür ist das Konzept von WordPress eigentlich nicht so aufgebaut, sondern eben damit die Leute dann den Spaß haben, damit die Konferenz entsteht und damit die Leute zusammenkommen.

Und dann wird dir erst bewusst, wenn du einmal so etwas mitmachst, wie viel Arbeit dahintersteckt.

Also in der Form dann wirklich voll cool.

Und danke, dass du die Challenge auf dich genommen hast und dass du das organisierst.

Finde ich es mega cool.

Und damit wir jetzt ein bisschen ins Thema zurückkommen, also ins Thema Website Relaunch, da würde ich dir als nächstes gerne die Frage stellen, weil du bist ja mehr in der Designwelt unterwegs.

Ich bin mehr in der Developerwelt unterwegs.

Es gibt dann zum Beispiel, wenn ein Unternehmer wird, ein Website Relaunch mehr aus der Unternehmenssicht sehen.

Und da wollte ich dich fragen, was für dich ein Website Relaunch bedeutet? Oder was heißt das für dich? Und wie siehst du ein Website Relaunch von deiner Perspektive? Gute Frage, schwierige Frage.

Ein Relaunch kommt dann zustande, wenn ein Unternehmen, ein Kunde, vielleicht einfach nur unzufrieden ist oder das Design hat sich weiterentwickelt.

Ich habe schon seit einem Relaunch, die waren 20 Jahre alt, da war das Design natürlich vollkommen outdated.

Aber vor allem geht es eigentlich darum, dass man sich Gedanken über den Zweck und den Prozessen, die sozusagen abgebildet werden müssen, Gedanken dazu macht.

Genau, das kann sich natürlich, wenn es eine Seite ist oder ein Unternehmen, das es schon länger gibt, immer wieder mal verändern.

Da kann man neue Sichtweisen dazu, neue Produkte, neue Services.

Genau, also man muss quasi konzeptionell arbeiten.

Was wollen wir denn? Webseiten sind Kommunikationstools.

Was wollen wir denn damit erreichen? Genau, das ist eigentlich fast der Kern der Relaunch-Arbeit.

Was zu definieren, neu zu definieren und, wie ich vorher schon angesprochen habe, den Kunden, den Endkunden, den Endnutzer, die Endnutzerinnen im Fokus zu behalten und auf deren Bedürfnisse einzugehen.

Und wenn das gut definiert ist und da ein gutes Bewusstsein auch ist bei den Stack-Holdern, dann kann es ein gutes Projekt werden.

Da sind wir aber in Wahrheit noch ganz weit weg vom Design.

Also für mich ist es, ich verstehe das auch so ähnlich, ich glaube, wie du, dass aus meiner Perspektive ein Website-Relaunch ist, dass es halt ein Problem lösen soll.

Ob das Problem ist, hey, mir gefällt das Design nicht mehr, hey, ich bekomme zu wenige Conversions aus irgendeinem Grund, hey, das Design ist outdated, hey, die User-Experience passt nicht oder was auch immer das Problem ist.

Meistens sind das mehrere Probleme, wenn es wirklich dann zu einem Website-Relaunch kommt, dass diese gelöst werden und dann kommen Leute so wie du da ins Projekt dazu zum Beispiel, die sich um die User-Experience, um das Design kümmern und vielleicht dann eben auch um die Digital Identity, wenn das Projekt, wenn es notwendig ist, wenn die das gleich inkludieren wollen ins Projekt.

Also das sind Sachen, die oft ineinander fließen, aber auch oft getrennt einfach als Projekte umgesetzt werden.

Zumindest kannst du mich da gerne jederzeit korrigieren.

Also ich rede da einfach aus meiner Erfahrung, deine Erfahrung kann natürlich eine komplett andere sein.

Nein, alles richtig.

Und dann zum Website-Relaunch wollte ich dich noch fragen, was für dich dann, was macht so einen erfolgreichen Relaunch aus? Ist das dann eher, dass man die Ziele, die man sich gesetzt hat, erreicht hat? Ist das einfach, weil es schön ausschaut? Ist das, weil mehr Umsatz generiert wird? Gibt es auch verschiedene Gründe für verschiedene Ziele und verschiedene Lösungen und Erfolgserlebnisse? Ist das dann so, dass es für dich projektspezifisch ist? Oder hast du irgend so ein Maß, nach dem du dann sagen kannst, okay, dieser Website-Relaunch oder dieses Projekt wäre jetzt erfolgreich? Also es gibt zwei Bereiche, würde ich sagen.

Es sieht der Kunde oder der Auftraggeber das Projekt erfolgreich an und es sehe es ich vielleicht erfolgreich an.

Wichtig ist, also in dem Kontext, was war die Aufgabenstellung? Was war das Problem? Und konnten wir das Problem lösen? Du hast Conversions angesprochen.

Das kann natürlich ein Motiv sein, wenn man mehr Conversions haben will.

Genau, wenn die Messbar steigt, dann war es sozusagen in gewisser Weise zumindest ein erfolgreiches Projekt.

Genau, die Motive können aber total unterschiedlich sein.

Ja, von gesteigerten Verkaufszahlen, mehr Aufmerksamkeit, also name it.

Aus kreativer Sicht gerne mal auch irgendwie, ist es so gut, dass man es bei Awards einreichen kann und Awards auch gewinnen kann.

Genau, für mich ist das persönlich kein besonders großes Motiv, Awards sind eine nette Sache, aber ein schlechter Motivator.

Für mich persönlich ist ein Projekt erfolgreich, wenn der Kunde zufrieden ist.

Klingt so banal, aber wenn der happy ist mit dem Ergebnis und weil manche dieser Measurements kommen ja nicht, also die Website geht online und dann bin ich quasi raus.

Also sozusagen die Messbarkeit kommt ja nicht unbedingt sofort am ersten Tag.

Aber wenn der Kunde sozusagen das Gefühl hat, dass das ein Problem löst, was wir da getan haben und zuversichtlich sozusagen ist, dann ist es für mich ein sehr erfolgreiches Projekt.

Ich habe wenig mit Conversion direkt zu tun oder ich mache gerade ein Projekt für die Deutsche Bahn für eine sehr, sehr spezifisches interne Usergruppe.

Eine sehr kleine Zielgruppe, die aber extrem wichtig ist.

Die arbeiten mit einem Tool, das furchtbar veraltet ist und völlig überfrachtet.

Das Projekt wird erfolgreich sein aus dieser Einsicht, wenn die ihren Job besser machen können, weil das Interface die Bedienbarkeit so optimiert hat oder so viel verbessert hat, dass die einfach schneller und sicherer durch Prozesse durchkommen und weniger Fehler machen.

Genau, das ist sozusagen fast aus Unternehmenssicht gedacht und eine Motivation dabei ist halt auch tatsächlich, den Leuten das Leben zu erleichtern, was ein schöner Nebeneffekt ist.

Ihr Job wird angenehmer und vielleicht weniger stressig.

Vielleicht ist das jetzt eine banale Frage.

Ich bin mir da jetzt nicht so sicher.

Aber ich stelle gerne lieber eine banale Frage zu viel als zu wenig.

Deswegen, wenn das so eine mega simple Frage ist, die mit einem Satz zu beantworten ist, dann bitte macht das.

Aber was mich interessieren würde ist, warum ist das Design von großer Bedeutung bei einem Website-Relaunch? Ich gehe mal sehr in eine Abwehrhaltung, wenn es um Geschmack geht, weil bei Design geht es aus meiner Sicht überhaupt gar nicht um Geschmack, sondern es geht darum, ein Produkt, ein Service besonders gut nutzbar zu machen.

Ein berühmter Designer, mir fällt gerade nicht ein, hat mal gesagt, Design ist dann besonders gut, wenn man es nicht sieht.

Aber man spürt es halt.

Wir kennen das alle von irgendwelchen Autos oder Computern oder Smartphones.

Es geht nicht nur darum, was das Ding kann unter der Haube, sondern es geht auch ganz darum, wie sich es anfühlt und es geht auch darum, wie es funktioniert.

Das ist ein ganz wichtiger Aspekt, würde ich sagen.

Beim Ferrari ist natürlich der Motor ganz wichtig, weil sonst wäre es kein Ferrari, das so fährt wie ein Ferrari.

Aber es ist halt noch viel mehr.

Es ist nicht nur der Motor.

Und da spielt Design eben eine entscheidende Rolle.

Apple ist das Paradebeispiel.

Da geht es eben für den User nicht darum, was da unten drin alles passiert und was für Technologie im Chip drinsteckt, sondern wie kann ich, wie integriere ich mit dem System, wie einfach ist das, wie selbstverständlich ist es, Dinge zu tun.

Und das kommt aus dem Design.

Das spielt natürlich immer zusammen mit Technologie und das ist auch gut und wichtig.

Das darf man nie vergessen.

Aber genau, das Design tut das, was gefühlt beim Kunden ankommt, beim Nutzer, bei der Nutzerin ankommt.

Und deswegen ist es so wichtig, glaube ich.

Und was ist dann die, vielleicht ist das dann die nächste banale Frage, aber was ist dann die Auswirkung von gutem Design auf Benutzerfreundlichkeit? Das geht so gefühlt Hand in Hand, wie du das jetzt beschrieben hast, vielleicht jetzt nicht direkt so, wie du es beschrieben hast mit dem Motor und mit dem Aussehen von einem Ferrari-Auto, sondern eher von dieser Seite, okay, ich sehe, dass es gut aussieht, das Auto, aber wenn ich einsteige, wenn ich mit dem Auto fahre, wenn ich mal die Erfahrung mache, wie es ist, mit einem Ferrari zu fahren, also ich persönlich habe es jetzt noch nie gemacht, aber ich kann es mir auch schwer vorstellen, aber ich denke mir, es ist eine sehr gute Erfahrung, weil es halt eine sehr, sehr präsente und sehr, sehr nach außen sich gut präsentierende Marke ist und sehr populär ist.

Aber welche Auswirkungen hat dann ein gutes Design auf die Benutzerfreundlichkeit? Ja, im Kern, dass alles perfekt funktioniert und vor allem, glaube ich, intuitiv ist extrem wichtig.

Es gibt ein schönes Buch über UX Design, das heißt Don't Make Me Think von Stephen Krug und ich sage immer, das steckt in Wahrheit alles, es ist eine Buchempfehlung, es ist ein lesenswertes Buch, aber in Wahrheit steckt quasi alles schon im Titel drin.

Wenn die User anfangen nachdenken zu müssen, was sie als nächstes tun können und wie sie es tun können, dann hast du schon verloren.

Das muss alles einfach wirklich so intuitiv wie nur möglich sein.

Und wenn du dich in ein gutes Auto reinsetzt, ein cool designtes Auto mit einem coolen Interface, wirst du alle Funktionen sofort sehr intuitiv finden.

Wir alle haben uns schon mit schrecklichen Navigationssystemen herumgeärgert.

Ich sage jetzt keine Marken, bei manchen Marken funktioniert das halt einfach extrem simpel, auch wenn du es noch gar nicht kanntest, du kriegst dich durch und das macht dir ein gutes Gefühl und du bist happy, dass das so easy ist und das ist gutes Design.

Du hast wahrscheinlich schon viele Gespräche über Design mit Leuten geführt.

Ich gehe mal stark davon aus, dass das so ist.

Ab und zu.

Da wirst du sicher mit verschiedenen Einstellungen von den Leuten konfrontiert.

Was ich oft zum Beispiel den Eindruck bekomme, dass vor allem Leute, die sich mit Design noch nicht tiefer beschäftigt haben oder was eben mit dieser Materie erst verbunden ist, ist es oft so, dass wenn etwas poliert ist, wenn etwas schön ausschaut, dann bezeichnen viele Leute das als schönes Design.

Aber ins Design fallen dann eben auch weitere Kategorien, wie zum Beispiel die User Experience, dann auch zum Beispiel, wenn es ein Unternehmen ist, dann auch die Markenpräsentation, wenn das Unternehmen dann auch die Marke stärker präsentieren will und dann auch, was auch sehr wichtig ist, weil ein Unternehmen muss ja Umsatz bringen, damit dann, wenn das Ziel der Webseite dann auch Conversions sind, das muss ja auch im Design mit inbegriffen sein.

Also das umfasst irgendwie, keine Ahnung, also ich höre da immer den Begriff Funktion und Form von dem Ganzen.

Kannst du vielleicht, damit die Leute ein bisschen so verstehen, welchen Wert dann wirklich Design hat für eine Webseite allgemein, was muss alles im Design bedacht werden, damit man den Leuten irgendwie gut kommunizieren kann, welchen Wert Design wirklich hat? Ich sage immer, Form ist Function und ich glaube, das ist ganz wichtig.

Steve Jobs hat gesagt, Design ist not how it looks, it's how it works und genau darum geht es und darin steckt der Wert.

Natürlich gibt es eine Ebene vom Geschmack, gefällt mir das, es ist auch legitim zu sagen, mir gefällt das nicht, aber wenn man jetzt auf irgendeiner großen Brand-Website ist, die eben Services oder Produkte verkaufen, ist das in Wahrheit, ist das egal, ob mir das gefällt oder ob das dem Marketing-Chef gefällt.

Es muss sozusagen, es muss dem Zweck der Seite entsprechen und es muss die User mitnehmen und ihre Prozesse tun lassen, was sie tun wollen.

Und dann ist es gutes Design, man kann es mir immer noch nicht gefallen.

Ich nenne ein Beispiel, ich finde, gestaltungstechnisch gefällt mir Amazon überhaupt nicht, die Webseite, aber sie funktioniert extrem gut, die machen alles richtig.

Also ist es gutes Design, es spielt keine Rolle, ob es mir gefällt oder nicht, es ist einfach gutes Design, hat nichts mit Geschmack zu tun.

Genauso, wenn jemand sagt, mir gefällt Ferrari nicht, ich finde es doof, ist das total legitim, aber trotzdem ist es ein toller Sportwagen, wenn man den Sport wegen als toll definieren möchte.

Aber es gibt, und das passiert leider ganz oft im Kontext von Gesprächen mit Laien, die dann eben kein Verständnis haben für diese Wichtigkeit der Funktionalität von Design und deswegen sich immer auf die Formen fokussieren, auf die Gestaltungsformen.

Also es ist nicht illegitim, aber es ist halt nur ein kleiner Teil.

Und ich glaube wirklich, dass es der kleinere Teil ist.

Also die Funktion, die man abbildet, die man so möchte, ist das Entscheidende.

Also je mehr ich mich in das Thema vertiefe, desto mehr komme ich auch zu dem Entschluss.

Also am Anfang war es auch so irgendwie, hey, das schaut cool aus, das würde ich gerne als meine Webseite haben.

Oder dann habe ich ein anderes Template gesehen und dachte, hey, das schaut cool aus, so hätte ich gerne, dass meine Webseite ausschaut.

Und jetzt beginne ich mich langsam mit den Themen oder eh schon seit mehreren Monaten mit den Themen zu beschäftigen.

Hey, wen will ich erreichen? Welches Problem löse ich? Welche Farben betonen das? Wie sollen genau die Texte formuliert sein? Wie ist es dann bezüglich Conversion-Optimierung? Wo soll dann welcher Button positioniert sein, damit die Leute dann auch zu dieser Conversion noch weitergeleitet werden? Also diese Customer Journey und so weiter.

Bitte fang mich da ein, falls wir da aus dem Thema ein bisschen zu sich rausschreiben und dann wieder zurück.

Aber wenn wir so allgemein vom Wert von Design reden, dann ist das irgendwie so ein großes Thema, oder? Ja, ich kann gar nicht widersprechen.

Es ist alles richtig.

Man macht den Wert sozusagen klein, weil man sich nur auf das, es schaut hübsch aus, reduziert.

Oder dann läufst du halt immer Gefahr, dass jemand sagt, mir das gefällt mir aber nicht.

Das kann passieren.

Aber wenn du sozusagen zumindest den Joker in der Tasche hast, aber das ist sozusagen für dein Problem die richtige Lösung.

Wir lassen uns über die Farben sprechen.

Ob es rund oder eckig ist, meine ich.

Aber das ist die richtige Lösung.

Dann hast du natürlich einen stärkeren Hebel, sage ich mal.

Wenn einer eckig nicht mag, dann kannst du ihm eckig nicht verkaufen.

Also das ist halt Geschmack.

Aber Geschmack löst keine Probleme.

Macht vielleicht welche.

Das, womit ich mich gerne beschäftige, sind so einfach Sachen zu hinterfragen, was im Prinzip ein gutes Ding ist, das zu machen.

Nur in dem Fall höre ich dann auch oft, dass wenn man sich mehr mit User Experience beschäftigt, dass es dann auch gut ist zum Beispiel objektives Feedback anzuholen von Usergruppen.

Usergruppen zu befragen, wie die das sehen und so weiter.

Aber das Problem, was ich damit habe, ist, dass jeder Mensch in sich halt sehr subjektiv ist.

Wie kann ich mir überhaupt diese Bestätigung holen, dass ich denke mir jetzt, okay, das wird die Lösung für das Problem, was ich habe.

Eine andere Person sagt mir eine andere Lösung, die mir dieses Problem lösen könnte.

Und die nächste Person sagt mir dann noch eine andere Lösung.

Und wie kann ich am besten überprüfen, bevor ich dann jetzt so viel Zeit reinstecke, um die Lösung umzusetzen, um zu ertasten, ob das die richtige Lösung ist.

Weil im Endeffekt wird es sich dann wahrscheinlich erst zeigen, wenn die Lösung umgesetzt ist.

Aber wenn ich da zum Beispiel 100 Stunden investieren mag, dann würde ich schon ungefähr gerne wissen, ob das die richtige Lösung ist oder ob das das richtige Design ist oder nicht.

Bevor ich dann eben die große Umsetzung mache, hast du da irgendwelche Methoden, wo man das überprüfen kann, ob das die richtige Lösung ist oder ist das meistens dann im Endeffekt so ein Ratespiel, wo man zu einer großen Wahrscheinlichkeit richtig liegen kann, aber so wirklich sicher ist man sich nicht.

Ja, ganz einfach, es ist halt viel Arbeit.

Also Research, Research, Research, ganz, ganz wichtig.

Benchmarking ist natürlich auch ein Teil.

Es gibt sehr wenige Firmen, die sozusagen völlig allein dastehen in dem, was sie tun.

Die NASA vielleicht.

Also was machen die Companies? Wie machen die das? Was finde ich gut? Was bin ich nicht so gut an? Und was würde ich anders machen? Und ja, natürlich mit den Nutzerinnen sprechen, was deren Bedürfnisse sind.

Und ja, die sind natürlich dann immer individuell.

Man muss mal sozusagen auswerten, evaluieren.

Was sind Punkte, die oft kommen? Mit einem User-Interview kommst du ja nicht weiter, du musst schon ein paar mehr führen.

Was sind Punkte, die quasi bei allen kommen? Dann ist es oft tatsächlich nicht wirklich wichtig.

Oder was kommt halt nur bei einem und hat scheinbar eher persönliche Motive oder persönliche Vorlieben, persönliche Befindlichkeiten? Also es heißt ja noch gar nicht, dass das falsch ist, sondern es gibt halt, manche Leute arbeiten gern so, manche arbeiten lieber anders.

Und deswegen haben sie andere Ansprüche an Prozesse.

Da muss man halt sozusagen ein bisschen einen Durchschnitt finden.

Ich bin großer Fan von Prototypes und von Tests, den User-Tests schon in sehr frühen Phasen.

Einfach um, weil man darf sich ja auch nichts vormachen.

Ich habe ja auch eine Meinung und eine Idee, was die richtige Lösung ist.

Und da kann ich mich natürlich auch auf den Holzweg begeben.

Und wenn ich das in der frühen Phase des Prozesses halt einmal abklopfe, mit dem Nutzer und nicht nur mit meinem Auftraggeber, dann kann ich schon recht schnell, recht polide Ergebnisse erzielen.

Und dann ist es halt auch so, dass wenn man sozusagen grandolarer wird in vielen UX-Fragen, Usability-Fragen, gibt es wenig Antworten, die hundertprozentig richtig oder hundertprozentig falsch sind.

Das heißt, es macht einfach total Sinn, das von den Nutzern ausprobieren zu lassen, ob es so oder so besser funktioniert.

Und dann muss man eben auch als Kreativer sich so ein bisschen eine dicke Haut aneignen oder ein bisschen schmerzbefreit sein und sagen, wenn die damit besser umgehen können, als mit der Idee, die ich hatte, dann lass uns die andere Idee.

Es macht offensichtlich Sinn.

Also eigentlich ist es ganz einfach.

Man muss sich halt wirklich recht, bevor man anfängt zu gestalten, also zu konzipieren und zu gestalten, muss man sich eben wirklich sehr, sehr genau mit der Thematik, mit dem Business, mit dem Business-Prozess und den Bedürfnissen von den Nutzern auseinandersetzen.

Und wenn du das tust, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du große Fehler machst, eher gering.

Kleine Fehler macht man immer, aber man läuft auf alle Fälle schon mal in die richtige Richtung und dann musst du anfangen zu testen und zu evaluieren zu lassen.

Dann kommt schon das Richtige raus dabei.

Wenn wir jetzt bei dem Thema Website Relaunch bleiben, weil wenn man jetzt zum Beispiel ein neues Produkt entwickelt, dann hat man ja schon ein Problem, welches man lösen will und dann muss man die möglichst beste Lösung für dieses Problem für die Menschen finden, die dieses Problem haben.

Aber oft ist es dann eben bei einem Website Relaunch, muss man erst mal die Probleme finden, die es gibt.

Meistens sind ein paar bewusst, aber sicher gibt es da noch ein paar versteckte Probleme und dann eben die Lösungen drauf.

Also beim Website Relaunch würde ich da noch eben so ein Step dazuhängen, um einmal besser zu identifizieren, was dann die zusätzlichen Probleme sind bei der bestehenden Webseite.

Aber oft, wenn das sowas ist, wo man sich schon daran gewöhnt hat, wird man so ein bisschen so betriebsblind oder man sieht manche Sachen nicht so, ist wahrscheinlich, also es schließt ja dann auch in das Thema ein, welches du jetzt angesprochen hast, also dass man nachfragen sollte, dass man objektive Meinungen sich einholen sollte und das schließt dann alles so irgendwie in einen Plus und könntest du uns vielleicht von irgendwelchen Fallstudien oder Use-Case oder Projekten erzählen, die du gemacht hast, wo du dann überrascht warst von dem, was das Endergebnis war oder wo du, sagen wir mal, von Anfang an dieses Konzept gehabt hast, dann hast du es umgesetzt oder das Design entworfen dafür, dann wurde das Projekt umgesetzt und dann hat es geklappt.

Gibt es da irgendwelche Stories oder Erfahrungen, die du gemacht hast, wo dich dann das Endergebnis überrascht hat, dass es so funktioniert, obwohl es nicht funktionieren sollte oder dass es nicht funktioniert, obwohl es funktionieren sollte? Ja, also Endergebnis eher weniger, weil die Prozesse ja vorher schon laufen und man eben noch gegensteuern kann rechtzeitig.

Insofern ist dann das Endergebnis nicht mehr überraschend.

Es kann manchmal ein bisschen gestalterisch überraschend sein, wobei das auch nicht ganz am Ende kommt.

Es ist mir schon ein-, zweimal passiert, dass ich mit Designvorschlägen durchgekommen bin, die ich nicht erwartet habe, dass ich damit durchkomme, also dass ein Kunde die haben will, weil ich vermutet hätte, dass das zu modern, zu explosiv, zu keine Ahnung was ist und der Kunde dann mutiger war, als ich gedacht habe.

Aber in Zwischenschritten kann das natürlich ganz gut passieren.

Vielleicht das Beispiel, ich habe mal für eine Agentur, einem großen Finance-Projekt gearbeitet, das war ein Private Banking Website, also das, was wir alle, vielleicht nicht jeden Tag, aber regelmäßig tun, Geld überweisen etc.

Und da ging es um ein Relaunch-Konzept, das natürlich einigermaßen komplex ist.

So ein Banking Website anfühlt, tut viel, wie man sich vorstellen kann.

Da muss man sich ordentlich viel bedenken und deswegen haben wir auch recht intensive User -Tests gemacht, gemeinsam mit einem testspezialisierten Labor.

Wir haben die Tests quasi vorbereitet und die haben das aber durchgeführt.

Da waren Sozialwissenschaftler, Sicherung und so weiter.

Super interessanter Prozess.

Und wir haben dann digital, also Online-Banken haben nicht nur junge Leute als Kunden, sondern auch ein bisschen ältere und wir waren, das ist schon ein paar Jahre her, durchaus überrascht, dass wir immer wieder auf Dinge gestoßen sind, die für uns super selbstverständlich waren, wie man sich durch eine Website bewegt.

Und das hat immer so funktioniert, dass wir denen eine kleine Aufgabe gegeben haben.

Also du möchtest das und das machen, eine Überweisung machen oder keine Ahnung.

Und wo würdest du jetzt das suchen? Es ist auf der Seite, die du gerade siehst, aber du musst es schon selber finden.

Und das hat an manchen Stellen nicht so gut geklappt, obwohl wir gesagt hätten, das ist aber tausendprozentig offensichtlich, was jetzt als nächstes zu tun ist.

Und das hat mir gelehrt, dass man eben sehr, sehr vorsichtig sein muss, sozusagen mit den eigenen Erfahrungen, wie man Dinge eben macht online.

Ja, weil also gerade so wie wir, die seit Jahren im Digital Business arbeiten, für uns sind einfach Dinge sehr selbstverständlich und die sind für normale Leute vielleicht nicht ganz so selbstverständlich.

Das wird natürlich immer intensiver durch die Verbreitung der digitalen Medien und immer mehr Anwendungsfälle wandern ins digitale Leben.

Also da gibt es auch eine Bewegung, sage ich mal, aber trotzdem ist da so ein bisschen Vorsicht geboten, insbesondere dann, wenn man eine sehr breite Zielgruppe hat.

Also ich komme wieder zurück zu meinem Bahnprojekt.

Das ist eine sehr, sehr spitze Gruppe, die sehr spezifische Dinge tut.

Auch da gibt es durchaus eine Schwankungsweite zwischen alt und jung, aber das macht es ein bisschen leichter.

Aber wenn ich halt, keine Ahnung, so wie Amazon von der Unterhose bis zum neuesten Film alles verkaufe und Binnendienste und keine Ahnung was, dann sind die Anwendungsfälle sehr, sehr vielfältig und ich steige ein sehr vielfältiges Publikum an.

Aber das macht es natürlich viel, viel komplizierter.

Da muss man eben aufpassen, dass man nicht mit seiner Brille nur drauf schaut, sondern ab und zu mal die Brillen wechseln.

Ja und weil wir uns schon langsam dem Ende der Episode nähern, würde ich gerne noch in den praktischen Teilen tauchen, damit sich die Leute dann auch ein bisschen so die Goldnuggets mitnehmen können und falls wer jetzt einen Website-Relaunch anfangen möchte und da gleich einen Ansatz bekommt, wie kann man dann sinnvoll überhaupt mit einem Website-Relaunch anfangen? es ist mir klar, dass du dann in einem Team zusammenarbeitest, wo du für deinen Bereich eben zuständig bist und dann sind andere Leute für andere Bereiche zuständig.

Aber wenn dir jetzt jemand zu dir herkommen würde und sagt, ich bin mit meiner Website eigentlich unzufrieden und ich erreiche mit der Website nicht das, was ich erreichen sollte.

Das Problem lassen wir jetzt mal offen.

Das kannst du gerne in deine Antwort inkludieren.

Was würdest du den Leuten raten, wie man am besten vorgehen kann, damit man einen erfolgreichen Website-Relaunch dann am Endeffekt durchführen kann? Also ich versuche das in allen Projekten zu machen.

Bei eigenen Kunden mache ich das auf jeden Fall so.

Agenturen machen das auch sehr oft so.

Ich versuche zuerst in einen Workshop zu gehen, um das Problem zu verstehen und auch zu verstehen, ob der Kunde das Problem eigentlich verstanden hat oder weiß, was er will oder ob es eher so eine diffuse Unzufriedenheit ist.

Genau, also einfach mal so die Grundlage herauszuarbeiten, worüber denn wir eigentlich wirklich reden.

Das halte ich für einen sehr wichtigen Schritt.

Was mache ich auch dann, wenn es sogar relativ ausgefeilte Briefings gibt? Das ist ja durchaus der Fall.

Viele Kunden wissen ja, was sie tun und was sie wollen.

Aber auch da glaube ich, dass man das genau durchsprechen muss, um Dinge zu verstehen.

Je komplexer das Business Model ist, desto mehr muss man das machen.

Vor allem aber auch einfach, um Subtexte rauszuhören, rauszuspüren.

Das, glaube ich, ist ganz, ganz wichtig, um es später zu vermeiden, in Probleme reinzulaufen.

Das war doch klar.

Nein, klar war es nicht.

Ich glaube, es ist ganz wichtig, darüber zu reden.

Genau, und von daraus, glaube ich, ist es wichtig, in diese Research -Phase zu gehen.

Beides ist in Wahrheit manchmal ein bisschen ein budgetäres Thema, dass die Kunden das nicht .

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Es ist schwierig zu vermitteln, dass das sinnvoll ist.

Oder die Budgets sind so knapp, dass wir das nicht machen wollen, weil es halt am Top zur Designleistung was kostet.

Die Wahrheit ist aber, dass es in Wahrheit Kosten spart.

Wenn ich da eine gute Vorbereitungsphase habe, dann komme ich schneller durch den Designprozess durch und brauche weniger Reworks nach Feedback oder so.

Genau, das sind für mich die zwei initialen Einstiegsthemen.

Gutes Gespräch mit dem Kunden, um zu verstehen, was er will, und dann Research herauszufinden, was der Kunde von ihm braucht.

Ja, das kann ich nur zu 100% unterschreiben.

Also, wenn ich dann in einem Projekt bin und dann mitten im Projekt plötzlich neue Features zum Entwickeln dazukommen, ist das dann auch so nicht unbedingt das, was jetzt in diese Basis reinpasst, die wir schon entwickelt haben, sondern wenn wir das im Vorhinein gewusst hätten, oder wenn wir überhaupt gewusst hätten, hey, wir wollen eigentlich ein komplett anderes Problem lösen, das, was wir jetzt damit bezwecken wollen, dann würden wir das Projekt ja auch ganz anders angehen.

Das ist ja, glaube ich, ein megacooler Ansatz, dass man da einfach am Anfang hinterfragt und gut plant, gut vorbereitet und nicht gleich mit der Arbeit drauf losgeht oder nicht gleich online nach Templates sucht, hey, so will ich, dass meine Webseite ausschaut, oder genau, ich will jetzt alles auf orange haben, oder ich will jetzt alles auf blau haben, weil das die Konkurrenz so hat, sondern einmal nachfragen, recherchieren und wissen, wieso man das macht, weil, ja, erst dann ist es ein sinnvolles Projekt.

Sonst kann es oft sein, dass es einfach dann herausgeschmissenes Geld sein kann.

Das wollen wir vermeiden, absolut.

Am Ende habe ich noch so drei Bullet-Fragen, die ich dir gerne stellen würde.

Davor würde ich dir noch gerne den Spotlight bieten, damit du den Leuten sagen kannst, genau, was du machst, was du anbietest, wie sich die Leute bei dir melden können, falls sie mit dir zusammenarbeiten wollen und einfach kurz den Spotlight, um dich selbst zu bewerben.

Ja, sehr schön, danke.

Ja, mich zu finden ist nicht so schwierig.

Mein Studio heißt Random Studio, rndm.

studio, geschrieben.

Da findet man mich und meine Kontakte auch.

Ich arbeite recht viel auf großen Projekten, das ist selten eine Laufkundschaft, aber ich sage immer, man kann für alle Budgets was Schönes machen, was Gutes machen, was Wirksames machen.

Für mich entscheidet nicht nach dem Budget, ob ich ein Projekt nehme, sondern es ist eine interessante Geschichte.

Es ist etwas, was mich interessiert und es sind nette Leute, das ist ganz wichtig für mich.

An der Stelle bin ich recht offen, sage ich mal.

Also alle Kontakte werden auf jeden Fall unten verlinkt sein.

Am Ende stelle ich dann auch immer gerne so Bullet-Fragen.

Also bei der Bullet-Frage, sag einfach das Erste, was dir in den Kopf einfällt, kannst du gleich beantworten, damit wir da schnell durch sind mit den Fragen.

Es sind insgesamt drei Fragen.

Und die erste Frage wäre, wenn es deinen Beruf nicht geben würde, also UX-Design, UI-Design, Consulting, D.

O.

V.

und alles was du machst, was wäre dein Alternativberuf? Also ich bin ja sozusagen eigentlich ein Klernsteiger.

Ich habe Landschaftsarchitektur studiert, also für mich ist alles, was mit Architektur zu tun hat, interessiert mich ganz stark nach wie vor.

Ich sehe auch tatsächlich wahnsinnig viele Parallelitäten und das ist etwas, was ich mir theoretisch vorstellen könnte.

Wenn ich jetzt mein Younger Me zur Berufswahl geraten müsste, könnte das schon eine Richtung sein.

Zweite Frage ist in den meisten Fällen auf WordPress zugeschnitten, weil die Frage ist, was ist das nervigste WordPress-Feature für dich? Aber da machen wir das vielleicht zugeschnitten aufs Design.

Was ist so der nervigste Design-Aspekt für dich? Ja, also mir fallen zwei Sachen ein.

Das eine ist ein Klischee und wir Designer verwenden das oft als Shad untereinander.

Aber leider haben wir das alle schon von Kunden gehört.

Ich habe es definitiv auch schon gehört.

Make my logo bigger.

Ich glaube der Hintergrund ist, dass für viele Design schwer zu beurteilen ist und deswegen gehen sie auf sehr einfache, offensichtliche Sachen und eins davon ist eben, ich möchte mein Logo so groß wie möglich sehen, egal ob das sinnvoll ist oder nicht.

Das ist öfter mal eine Streitung.

Und ein zweites richtiges Pain-Thema sind Brand Colors.

Wenn ihr mal herumlauft, werdet ihr sehen, dass wahnsinnig viele Unternehmen Rot als Brand Color haben, also Logo-Farbe.

Und deswegen ist es ihnen total wichtig, dass Rot sozusagen auch ein Teil repräsentiert ist auf ihrer Seite.

Rot ist aber wahrnehmungspsychologisch eine ziemlich komplizierte Angelegenheit und es ist natürlich aufmerksamkeitsstark, deswegen sind die Logos rot, aber für funktionale Elemente sollte man sie nicht so gut oder besser nicht verwenden.

Und manche Kunden bestehen darauf, variieren zu ihrem Nachteil.

Das hat nichts mit Geschmack zu tun.

Mir ist es total egal, was deine Branding Color ist.

Wenn ich einen Button mache, dann muss der die richtige Farbe haben, damit die Conversion funktioniert.

Und wenn du mir da nicht folgst, dann schadest du dir selber und da kommt man leider nicht immer durch.

Nein, der Button muss rot sein, weil Rot ist super.

Genau, das sind so die zwei neidlichsten Sachen.

Ich muss da lachen, weil ich in diese Gruppe reinfalle.

Also ich habe die Brandfarbe Rot gewählt, ob es berechtigterweise ist, also durchdachterweise ist oder nicht, das ist eine andere Geschichte.

Aber ich habe es dann auch als Rot, als Spattenfarbe genommen und so weiter.

Da werde ich mir vielleicht das auch nicht mehr kaufen lassen.

Reden wir nachher dazu.

Passt.

Und was war dein letzter Aha-Moment, was Design angeht? Nach so vielen Jahren in der Branche, was war so der letzte Moment, wo du überrascht warst so, hey cool, das fließt in Design auch rein oder dieser Moment in deinem Beruf, hat dich so überrascht, jetzt speziell auf Design zu geschnitten? Das ist echt eine schwierige Frage.

Ich glaube, ich habe recht viele Aha-Momente, weil ich, also erstens ist Design generell, aber Digital Design vielleicht insbesondere etwas, was ja extrem fluide ist.

Also es entwickelt sich ständig immer weiter.

Ich arbeite sehr ungern alleine.

Ich arbeite sehr gerne in Teams.

Und es passiert permanent, dass die unterschiedlichsten Leute, sei es andere kreative Entwickler, Businessmenschen, mit super guten Ideen um die Ecke gekommen sind, wo ich mir dann denke, warum ist mir das nicht eingefallen? Irgendwie liegt es mir nahe.

Also da gibt es eine Menge Aha-Momente.

Und das Schöne ist aber dann, dass man in Teams das halt gut annehmen kann.

Also die best idea wins, weil wir arbeiten an einem bestmöglichen Produkt, bestmöglichen Service.

Diese Art von Momenten habe ich sehr, sehr oft.

Hoffentlich fällt mir zu wenig ein.

Keine Ahnung.

Also gerade wenn das Momente sind, wo diese Ideen von jungen Leuten kommen, die dann vielleicht noch ein bisschen unsicher sind.

Und wenn man dann schon ein paar Jahre länger dabei ist, kann man halt sagen, nee, das ist geil, das machen wir so.

Vergiss, was ich vorher gesagt habe.

Einfach so ein neuer Lauf von verschiedenen Perspektiven.

Also dass du jetzt neue Einblicke bekommst, wo du es von der Seite vielleicht noch nicht so gesehen hast, das Problem oder die Lösung und diese Ansätze.

Das finde ich mega cool und mega wichtig, dass man auch diesen Input hat.

Gibt es noch irgendeine finale Message, die du an die Zuschauer und Zuschauerinnen weitergeben möchtest? Ja, also ich glaube wichtig ist auch, dass Design, also es steckt vielleicht im Begriff User Experience, wenn das Design auch Spaß machen muss.

Also es muss jetzt deswegen nicht alles wie ein Comic ausschauen.

Da glaube ich fest dran, wenn ich jemanden durch einen Prozess durchkriegen möchte, also sei es, dass er online ein Produkt kauft oder sich eine Wahlkarte bestellt oder whatever, dann muss ich ihm ein positives Gefühl vermitteln visuell.

Dann macht er das auch gerne und macht das auch zu Ende.

Ich darf es ihm nicht zu schwierig machen, aber es muss halt insgesamt einfach eine positive Experience sein.

Also wenn es mir visuell Spaß macht oder dem Team, mit dem ich arbeite, dann kommt das hoffentlich beim Enduser an und unterstützt dann nochmal sozusagen diese Arbeit, die ich designtun wollte.

Ja, dann vielen, vielen Dank für deine Zeit.

Sehr gerne.

Es war mega cool, über Design sich ein bisschen zu unterhalten.

Hat mir ein paar coole neue Einblicke gegeben, vor allem das mit dem roten Pfeffer.

Das sollte ich mir danach anschauen.

Wir reden auch über dein Logo.

Spaß.

Und ja, dann sehen wir uns hoffentlich oder hören wir uns dann bald wieder mal.

Und bis dahin, schönen Tag, schöne Zeit und wir hören uns.

Ciao.

Tschüss.

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